SEO: Wie die Ladezeit das Ranking beeinflusst

SEO: Wie die Ladezeit das Ranking beeinflusst

Bei SEO denken die meisten in erster Linie an Keywords, eine übersichtliche Struktur und Backlinks. Neben den inhaltlichen und strukturellen Aspekten spielt jedoch auch die technische Optimierung der Website eine primäre Rolle für ein Top 10 Ranking in den organischen Suchergebnissen.

Page Speed als SEO-Trend

Geduld gehört zu den Eigenschaften, mit denen die wenigsten Menschen gesegnet sind. In Bezug auf die Suche nach Produkten und Angeboten im Internet zeigt sich, wie es um den Faktor Geduld wirklich bestellt ist. Websites, die vom Klick bis zur vollständigen Darstellung länger als zwei bis drei Sekunden benötigen, sind für den User uninteressant und spielen im Ranking von Google & Co. gar keine Rolle. Page Speed ist ein primäres Kriterium in der SEO und durchaus ein Trend, der heute in gleicher Gewichtung wie hochwertiger Content, thematische Relevanz und die richtigen Suchbegriffe steht. Schlanke Codes und die Vermeidung unnötig langer Skripte sind Stilmittel, die in den organischen Suchergebnissen zum Erfolg führen. Denn nicht nur der User, sondern auch der Google Algorithmus bewertet die Ladezeit streng. Der begehrte Platz auf der ersten Seite der Suchergebnisse erfordert, dass dem Page Speed im Rahmen der OnPage SEO größte Beachtung geschenkt wird. Dazu gehört, dass Fehlerquellen ermittelt, Schwachstellen erkannt und die technische Optimierung mit Know-how vorgenommen wird.

Lange Ladezeiten erhöhen die Absprungrate

Das schnelle Internet stellt neue Anforderungen an die Suchmaschinenoptimierung. Während sich der langsame Seitenaufbau in der Vergangenheit mit einer langsamen Internetverbindung begründen ließ, kann diese Ausrede heute nicht mehr verwendet werden. Lädt eine Website langsam oder bauen sich Bilder und Videos in Zeitlupe (oder schlimmstenfalls gar nicht) auf, springt der Besucher ab und sieht sich beim Mitbewerber um. Auf mobilen Endgeräten wird die Bewertung der User noch strenger vorgenommen. Hier gelten 1,5 Sekunden Ladezeit als Höchstmaß und sich länger aufbauende Websites verlieren umgehend an Interesse. Dieser Aspekt betrifft nicht allein die Hauptseite, sondern bezieht alle Unterseiten und Produktseiten ein. Erscheint das gewünschte Angebot nicht unmittelbar per Klick, nutzen die beste Qualität und günstige Preise nichts. Der Besucher wartet nicht und verlässt die Seite, ehe er durch nähere Informationen von seinem Vorteil überzeugt werden kann. Da die Absprungrate einer der über 200 Ranking-Faktoren bei Google ist, haben sich langsam aufbauende Seiten keine Chance auf eine Platzierung in den ersten 10 Suchergebnissen. Fakt ist: Wer auf den hinteren Rängen steht, muss sich um die Absprungrate gar nicht erst sorgen, da nur die erste Seite der Suchergebnisse für User interessant ist.
WordPress Performance

Optimierungsmaßnahmen zur Verkürzung der Ladezeit

Die Ladezeit einer Seite lässt sich mit strategischen Maßnahmen in der technischen und inhaltlichen Optimierung verkürzen. Dieser Aspekt bringt sowohl in Bezug auf die Indexierung und Positionierung bei Google, als auch in der Akzeptanz des Users neue Chancen und Möglichkeiten. Auszuschließen sind jegliche Programmierfehler und maschinell unlesbare Codes, die der Bot nicht entziffern und somit nicht bewerten kann. Neben absolut sauberen und korrekten Codes lenkt sich der Fokus auf die Komprimierung von Bildmaterial, Videos und Formularen. Unnötige Leerzeichen oder Zeilenumbrüche, versteckte Dateien und Fehler im Layout lassen sich mit innovativen SEO-Tools aufspüren und mit der notwendigen Kompetenz entfernen. Auch ein Outsourcing bestimmter Quelldateien leistet einen wichtigen Beitrag für mehr Geschwindigkeit. In den mobilen SERPs spielt die Ladezeit eine noch wichtigere Rolle, als in den Suchergebnissen über stationäre Computer. Dennoch sollte der Page Speed ein generelles Thema in der SEO sein und sich nicht primär auf die mobile Seite beziehen. Responsive Design, ein abgespecktes Layout und die Vermeidung unnötiger Hintergrunddateien oder Plugins beschleunigen den Seitenaufbau nachhaltig. Um die richtigen Strategien anzuwenden und Fehlerquellen zu erkennen, sind ausführliche Analysen notwendig. Das Augenmerk richtet sich hier besonders auf JavaScript und HTML-Dateien, die einen immensen Einfluss auf den Page Speed nehmen. Lassen sich bestimmte Skripte nicht generell vermeiden, zeigen sich Auslagerung und Zusammenfassung als praktisches Mittel mit ladezeitverkürzender Performance. Die Ladezeit ist kein indirekter, sondern ein direkter Rankingfaktor und damit ein wichtiges Stilmittel in der SEO.

Die Ladezeit als Faktor der Usability

Google gewichtet die Ladezeit sehr hoch. Aber auch der User schätzt den schnellen Seitenaufbau. Es kann mit Fug und Recht behauptet werden, dass Page Speed in der Usability eine führende Position einnimmt. „Mal schnell etwas im Web suchen“ ist ein Statement, das deutlich macht, worauf es der mobilen und stationären Zielgruppe wirklich ankommt. Um den User mit einer qualitativ hochwertigen und thematisch relevanten Homepage zu begeistern, muss man diesen erst einmal auf die Seite bringen. Das funktioniert nur, wenn sich die Seite umgehend öffnet und keine Zeit zum Zählen der Sekunden bleibt. Erst dann können die optischen Kriterien und der Content einer Homepage punkten. Die Usability bezieht sich nicht ausschließlich auf die optimale Struktur, die transparente Bedienung und die vorteilhafte Menüführung. Ob eine Website nutzerfreundlich und damit interessant ist, zeigt sich bereits in der Zeitspanne zwischen dem Klick auf das Suchergebnis und das Erscheinen der Seite auf dem Bildschirm des Users. Wer an der Ladezeit spart und die Optimierung diesbezüglich nicht mit größter Sorgfalt betrachtet, verschenkt wertvolles Potenzial und lässt vorhandene Ressourcen ungenutzt.

Regelmäßige Ladezeit-Checks sind notwendig

Suchmaschinenoptimierung ist keine Einbahnstraße. Die Anforderungen der Zielgruppe, aber auch die Co-Ethics und Ranking-Voraussetzungen von Google & Co. sind von kontinuierlichen Änderungen geprägt. Eine gestern noch in den Top 10 stehende und sich schnell öffnende Seite kann schon morgen auf die hinteren Ränge verbannt werden. Zu den wichtigen Aufgaben im Monitoring gehört die regelmäßig Überprüfung der Ladezeit. Diese kann sich, ohne dass eine Beeinflussung durch eigenes Zutun zugrunde liegt, verändern. Neben den Ladezeit-Checks nach einem Seiten-Update, sollte man mit größter Aufmerksamkeit auf Ankündigungen von Updates durch den Suchmaschinenbetreiber reagieren. Allerdings sei hier angemerkt: Nicht alle Veränderungen im Google Algorithmus werden wirklich offiziell bekanntgegeben. Um eine Verlangsamung der Seite und die damit verbundenen Risiken im Ranking und der Usability zu vermeiden, ist es sinnvoll, sich selbstständig einen Überblick zu verschaffen. Wer keine SEO Erfahrung hat oder diese komplexe Aufgabe outsourcen möchte, kann auf unsere Kompetenz vertrauen und die Optimierung der Ladezeit als Agenturleistung beauftragen.

verfasst von Redaktion
Pascal Bajorat – Webdesign & Entwicklung hat 4,6 von 5 Sterne | 143 Bewertungen auf ProvenExpert.com